Schneller RS2000 GTR Turbo und Podestplatz für Harald Tänzler

RS2000 GTR Turbo und Podestplatz für Harald Tänzler

Nach der erfolgreichen Rennpremiere des MELKUS RS2000 GTR Turbo am Hockenheimring, wurde das Fahrzeug weiterentwickelt und samt neuer Updates am Nürburgring zum dritten Saisonlauf eingesetzt. Da sich der Renntermin mit dem 25. Firmenjubiläum der SOFTWARESCHMIEDE von Chris Vogler überschnitt, fuhr ich diesmal beide Rennläufe. Auf unserem Vorjahreswagen hatte Harald Tänzler seine persönliche Rennpremiere auf dem Nürburgring.

Auch zum zweiten Rennen zeigte sich der neue RS2000 GTR-Turbomotor von seiner besten Seite. Dank überarbeiteter Software war spürbar mehr Leistung abrufbar, was sich bei diversen Beschleunigungsduellen gegen GT3 Cup Porschemodelle und BMW M3 mit weit über 450 PS zeigte. Nachdem wir uns im letzten Jahr bei Streckenabschnitten mit längeren Geraden oder Bergauf-Passagen schwer taten mitzuhalten, ist der neue RS2000 GTR Turbo jetzt genau in seinem Element.

Das freie Training fuhren wir noch Eifel-typisch im Regen. Obwohl immer wieder dunkle Wolken über uns hinweg schwebten, konnten wir dennoch das restliche Wochenende mit Slick-Reifen im Trockenen bestreiten.

Mit den Zeiten in den beiden Zeittrainings am Freitag waren wir sehr zufrieden. Mit knapp vier Sekunden verbesserten wir uns  gegenüber den Vorjahreszeiten am Nürburgring. Damit konnten wir auch die Zeiten der in unserer Klasse dominierenden 996 GT3 Porsches mitgehen und einen dritten Startplatz in unserer Klasse einfahren. Viel Potential zur Verbesserung der Rundenzeiten sehen wir allerdings noch im schnelleren Gangwechsel, in der Reifenoptimierung und dem Bremsverhalten. Diesen Punkten werden wir uns bis zum Ende der Saison aber noch annehmen.

Dass wir mit der Entwicklung des neuen Rennwagens noch nicht am Ende sind zeigte sich dann in den beiden Rennläufen am Samstag. Gegenüber dem ausgereiften Vorjahreswagen, der ohne Probleme das ganze Wochenende lief und somit Harald Tänzler die perfekte Basis zum Kennenlernen der für Ihn neuen Strecke bot, hatte ich zeitweise mit einem defekten ABS zu kämpfen.

Im ersten Rennen hatte ich einen selbstverschuldeten Ausritt im “Michael Schumacher S“, einer der schnellsten Streckenabschnitte. Nachdem ich mich in einer turbulenten Startphase bis auf Position zwei vorkämpfte, schob es mich untersteuernd in besagter Kurve bis an den Streckenrand. Es blieb mir nichts anderes übrig als die Lenkung aufzumachen und das Kiesbett zu durchqueren. Letztendlich hat es für mich dadurch am Ende nur für Platz vier gereicht. Im zweiten Rennen lag ich bis zur letzten Runde auf Platz drei, musste mich dann aber beim anbremsen auf die letzte Schikane geschlagen geben. Priorität hatte für mich das Auto heil nach Hause zu bringen und die Fortschritte bei den technischen Verbesserungen sind mir ohnehin viel wichtiger gewesen als auf das Podest zu fahren. Das werden wir noch früh genug schaffen, dessen bin ich mir sicher.

Für Harald Tänzler hat es allerdings wieder geklappt. Dank einer konstanten Leistung ohne Ausrutscher und Ausfälle konnte er in seinem ersten Rennen auf dem Nürburgring sofort auf das Podest fahren. Im Laufe des Wochenendes steigerte er sich kontinuierlich und schaffte es sogar im letzten Rennen noch seine bis dato schnellste Rundenzeit um fünf Sekunden zu unterbieten.

Zusammenfassend kann man sagen: Solche Fortschritte geben natürlich Auftrieb und haben uns das Wochenende ohne Ausfälle und mit guten Resultaten richtig genießen lassen. Schon am 16.07.2011 Tagen geht es dann in Oschersleben weiter.

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